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Die netten kleinen Nager kamen mit den Holländern
im 16. Jahrhundert aus dem neu entdeckten Amerika über das Meer
zu uns nach Europa. Die Inkas haben das wilde Meerschweinchen (das größer ist als unsere Meerschweinchen) das erste Mal zu einem zutraulichen Gesellen mit verschieden Farbvarianten gezüchtet. Sie galten bei den Inkas als Opfertiere, Spielzeug für ihre Kinder und als Nahrungsmittel. Die aus Südamerika stammenden peruanischen Meerschweinchen (Cavia cutleri) sind bei uns heute sehr gut eingebürgert und eines der häufigsten Haustiere geworden. |
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Die Wildform unserer Meerlis lebt heute noch auf den trocknen Hochsteppen,
wie in den Sumpfgebieten der Tiefebenen und auch auf den felsigen Karen
der Gebirge in Südamerika. Die Meerschweinchen (Caviidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Nagetiere. Sie setzten sich aus drei äußerlich stark unterschiedlichen Unterfamilien zusammen: den Eigentlichen Meerschweinchen (Caviinae) mit dem in Mitteleuropa bekannten Hausmeerschweinchen (Cavia porcellus), den Pampashasen (Dolichotinae) und den Hydrochoerinae, zu denen mit dem Capybara (Wasserschwein) das größte lebende Nagetier der Welt zählt. Meerschweinchen sind in weiten Teilen Südamerikas verbreitet, wo sie unterschiedlichste Habitate besiedeln, von flachen Grasländern bis in Gebirgsregionen von über 4000 Metern Seehöhe. Im dichten Regenwald fehlen sie allerdings. Diese Tiere erreichen je nach Art eine Kopfrumpflänge von 20 bis 130 Zentimetern und ein Gewicht von 0,1 (Zwergmeerschweinchen) bis 80 (Capybara) Kilogramm. Während die Eigentlichen Meerschweinchen und die Capybaras kompakt gebaute Tiere mit eher kurzen Gliedmaßen sind, ähneln die Pampashasen mit ihren langen Beinen und großen Ohren eher den Hasen. Die enge Verwandtschaft beider Gruppen ist vor allem an Details im Schädelbau und der Zähne erkenntlich. Meerschweinchen sind in der Regel tagaktiv und halten, trotz widriger klimatischer Verhältnisse in den höheren Regionen ihres Verbreitungsgebietes, keinen Winterschlaf. Selbstgegrabene oder von anderen Tieren übernommene Baue dienen ihnen als Unterschlupf. Es sind in der Regel soziale Tiere, die in Paaren (zum Beispiel das Münstersche Meerschweinchen) oder Gruppen mit einem Männchen, einigen Weibchen und den Jungtieren zusammenleben. Einige Arten haben komplexe Sozialstrukturen entwickelt. Meerschweinchen sind Pflanzenfresser, die je nach Art und Lebensraum unterschiedlichste Pflanzenteile zu sich nehmen, zum Beispiel Früchte, Gräser oder Samen. Die Tragzeit ist im Vergleich zu verwandten Familien mit 50 bis 70 Tagen relativ kurz. Die Jungtiere werden gut entwickelt mit Fell, Zähnen und offenen Augen geboren und gehören zu den Nestflüchtern. Fehlt hier was? Bitte um Vorschläge im Gästebuch oder per eMail |
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